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Danslieue-Aktion: Nein zu Asyl- und Ausländergesetz!

 

Die Bevölkerung von Danslieue hängte heute Nacht an neuralgischen Stellen in
der Stadt rund 50 Plakate und Fassadenelemente auf, u.a. am Central,
Lindenhof, Kunsthaus Rodin-Höllentor, Bellevue, Escherwyss-Platz,
Limmatplatz, Kanzlei, Kornhausbrücke, Quellenstrasse, Schmiede Wiedikon
(siehe Fotos unter www.raumpflege.org). Es handelt sich dabei um die
Fassaden- und Plakatelemente, die während der dreitägigen Aktion vom 1.-3.
September am General Guisan-Quai die Aussenfassade von Danslieue prägten.
Mit dieser Aktion will die Bevölkerung von Danslieue nochmals gegen die
drohenden Ein- und Ausgrenzungstendenzen in unserer Gesellschaft
protestieren. Danslieue ruft dazu auf, am 24. September 2x Nein zu stimmen
zum unmenschlichen Asyl- und Ausländergesetz.

Denn die vorgeschlagenen Verschärfungen beim Asyl- und Ausländergesetz sind
unmenschlich. Sie beinhalten Ungerechtigkeiten wie:

• kein Ausweis, kein Asyl (=“Nichteintreten bei Papierlosigkeit“)

• keine Sozialhilfe für Abgewiesene (=“Fürsorgestopp“)

• ohne Gerichtsurteil bis zu zwei Jahren Beugehaft für Abgewiesene und
Papierlose (=“Zwangsmassnahmen“)

• mehr Schnüffeleien bei Heiraten (=“Missbrauchsbekämpfung“)

• kein Nachzug von Minderjährigen über 12 Jahren von ausserhalb der EU
(=“Familiennachzug“).

Das heisst: Arm sein und keine Papiere haben wird zu einem Verbrechen!
Bestrafen will das neue Gesetz auch alle diejenigen, die Asyl Suchenden bei
der Flucht in die Schweiz helfen, Abgewiesene vor einer Ausschaffung zu
bewahren suchen oder deren Aufenthalt in der Schweiz in irgendeiner Weise
„erleichtern“. Engagierte Bürger, gemeinnützige Organisationen und Kirchen,
die aus bisher berücksichtigten „achtenswerten Beweggründen“ handeln, sind
von den Verschärfungen direkt betroffen: Wer den Sans-papiers hilft, macht
sich neu strafbar. Deshalb sind das neue Asyl- und das neue Ausländergesetz
abzulehnen.

Wir Danslieusardes und Danslieusards sagen NEIN zu diesen negativen stadt-
und gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Wir fordern Nein und Nein zum
unmenschlichen Asyl- und Ausländergesetz!

Wir wollen Raum in der Stadt für alle!